Faktoren, die die Papierstärke bestimmen

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Einführung
Die Festigkeit von Papier wird hauptsächlich von zwei Rohstofffaktoren beeinflusst: Faserlänge und Faserbindung. Sobald der Rohstoff fixiert ist, ist die Bindungskraft zwischen den Fasern entscheidend. Dieser Artikel bietet eine kurze Analyse der Faktoren, die die Faserbindung beeinflussen – hauptsächlich aus der Perspektive der Faser selbst, obwohl auch der Papiermaschinenbetrieb eine Rolle spielt.


1. Zellstoffherstellung und Faserbindung

Der Zellstoffherstellungsprozess – insbesondere der Grad der Faserfibrillierung und -zerfaserung – hat großen Einfluss auf die Faserbindung. Diese Eigenschaften beeinflussen sowohl die Oberfläche der Fasern als auch die Anzahl der Wasserstoffbrücken, die sich bilden können.

Die Faserbindung wird beeinflusst durch:

  • Chemische Zusammensetzung (Zellulose, Hemizellulose, Lignin)
  • Physikalische Struktur und Faseranordnung

2. Einfluss der Zellstoffart

Verschiedene Zellstoffarten unterscheiden sich in ihrer physikalischen Struktur und chemischen Zusammensetzung. Im Allgemeinen gilt:

  • Chemischer Holzzellstoff hat die stärkste Faserbindung.
  • Baumwollzellstoff folgt.
  • Mechanischer Holzstoff hat die schwächste Bindung.

3. Wirkung von Hemicellulose

  • Hemicellulose ist hydrophil und nimmt beim Aufschluss leicht Wasser auf.
  • Es erhöht die Faserquellung, die Oberfläche und die Bindung.
  • Aber, zu viel Hemizellulose kann zu sprödem und transparentem Papier führen mit geringere Festigkeit, aufgrund von Überquellung und kürzeren Fasern.

4. Wirkung von Zellulose

  • Zellulose hat eine lange Molekülkette und eine hohe Polymerisation, was die Faser selbst stark macht.
  • Beim Aufschluss bricht die Zellulose weniger leicht und kann ausreichend Fibrillen bilden für starke Faserbindung.

5. Wirkung von Lignin

  • Lignin befindet sich in den äußeren Schichten der Faserwand und ist stark hydrophob.
  • Ein hoher Ligningehalt verhindert die Quellung und Fibrillierung der Fasern und führt zu schwächere Bindung.

6. Wirkung von Papieradditiven

  • Hydrophile Additive (Stärke, Eiweiß, Pflanzengummi):
    Verbessern Sie die Bindung durch die Bildung von Wasserstoffbrücken mit Fasern aufgrund polarer Hydroxylgruppen.
  • Hydrophobe Additive (Füllstoffe, Alaun):
    Reduzieren Sie die Faserbindung, indem Sie den Faserabstand erhöhen und die Kontaktfläche reduzieren.
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