Lassen Sie uns zunächst über die Komplexität des AKD-Dimensionierungsproblems aus der Perspektive der Interaktion sprechen. Wir wissen, dass die Interaktion der Nassendchemie in drei Typen unterteilt ist: chemische Reaktion, kolloidale
Wechselwirkung und physikochemischen Wechselwirkung. Das Besondere an der AKD-Dimensionierung ist, dass nicht nur diese drei Wechselwirkungen beteiligt sind, sondern auch die chemischen Reaktionen und Wechselwirkungen ar
e besonders kompliziert. Basierend auf den erhaltenen Informationen sind wir der Meinung, dass die chemischen Reaktionen, die bei der AKD-Dimensionierung berücksichtigt werden sollten, wie folgt sind:
(1) Die Reaktion zwischen AKD und Wasser (die Hydrolysereaktion von AKD, siehe Abbildung 1);
(2) Die Reaktion zwischen AKD und Faser (siehe Abbildung 2);
(3) Die Reaktion zwischen AKD und Stärkeemulgator (die Abbildung wurde weggelassen, sie kann als ähnlich zu Abbildung 2 angesehen werden);
(4) Die Reaktion von AKD mit Emulgierungsbeschleunigern und anderen Spurenstoffen;
(5) Andere Reaktionen, die durch Zwischenprodukte der AKD-Hydrolyse verursacht werden;
(6) Andere durch AKD-Polymer verursachte Reaktionen.
Daher ist die AKD-Dimensionierung sehr kompli
aus der Perspektive der Interaktion betrachtet.
Abbildung 1. Schematische Darstellung der Hydrolysereaktion von AKD (vor der Kohlendioxidentfernung ist das Beta-Ketosäure-Reaktionszwischenprodukt)

Abbildung 2. Schematische Darstellung der Reaktion zwischen AKD und Zellulose (Erzeugung von Beta-Ketoester)
Wenn man AKD horizontal mit der gleichen Kategorie tatsächlicher chemischer Zusatzstoffe für die Nasspartie vergleicht, wie etwa Trockenfestigkeitsmittel und Retentionsmittel, kann man die Komplexität der AKD-Dimensionierung besser einschätzen, da bei letzteren im Allgemeinen keine echten chemischen Reaktionen stattfinden und grundsätzlich keine physikochemischen Wechselwirkungen auftreten.
Da sich die meisten früheren Studien zum Reaktionsmechanismus von AKD jedoch nur auf die Reaktionen (1) und (2) konzentrierten, ist es nicht überraschend, dass die Erklärungskraft unzureichend ist (die Grundursachen verschiedener Probleme wie unzureichende Größenbestimmung, Verschwinden der Größenbestimmung und Umkehrung der Größenbestimmung sind unklar).
Sehen wir uns andere Reaktionen an: Zu Reaktion (3) liegen einige gute Studien vor. Um jedoch systematisch vorzugehen, bleibt noch viel zu tun (besonderer Hinweis: Wir werden diese Meinung jederzeit korrigieren, falls sie falsch ist). Reaktion (4) sollte ebenfalls berücksichtigt werden (zumindest nicht ignoriert werden). Ihre Logik ist eigentlich dieselbe wie bei Reaktion (3), da Emulgierungsförderer und andere Spurenstoffe ebenfalls aktive Hydroxylgruppen oder Amingruppen aufweisen können, die mit AKD reagieren können. Reaktion (5) ist eine Nebenreaktion, die durch das Zwischenprodukt der AKD-Hydrolyse verursacht wird. Ein einfaches Beispiel: Das in Abbildung 1 dargestellte Zwischenprodukt (Beta-Ketosäure) verbindet sich mit Calciumionen, Magnesiumionen und anderen Härtebildnern, was zur Bildung von Ablagerungen führt. Reaktion (6) schließlich ist eine große Kategorie und ihr Schwerpunkt liegt auf dem AKD-Polymer, das nicht jeder kennt. Der Bildungsmechanismus dieses Polymers ist in Abbildung 3 dargestellt.

Abbildung 3. Schematische Darstellung der Bildung von AKD-Multimeren (können bei der Synthese von AKD-Rohstoffen entstehen)
AKD-Polymere werden hauptsächlich aus AKD-Rohstoffen gewonnen, ein kleiner Teil kann auch aus dem Anwendungsprozess von AKD stammen (die Schlussfolgerung ist nicht eindeutig, und wir werden eine Korrekturnachricht hinterlassen, wenn es eine klarere Aussage gibt). Wie aus Abbildung 3 ersichtlich ist, verfügt das Polymer über eine Carboxylgruppe und ist daher auch anfällig für andere Nebenreaktionen.
Ich glaube, dass heute jeder ein tieferes Verständnis für die Komplexität von AKD-Anwendungen hat als zuvor, aber es sind auch neue Probleme hinzugekommen: Was sollen wir angesichts solch komplexer Probleme tun?
Die Antwort ist natürlich, eine vernünftige Vereinfachung vorzunehmen (wenn Sie nur die Reaktionen (1) und (2) berücksichtigen, ist das zu stark vereinfacht und nicht vernünftig).
Eine sinnvolle Vereinfachung besteht in der Klassifizierung der Reaktionsprodukte. AKD, das nicht mit der Faser reagiert (siehe Abbildung 1), wird als ungebundenes AKD (ungebundenes AKD, kurz UAKD) bezeichnet, während AKD, das mit der Faser reagiert (siehe Abbildung 2), als gebundenes AKD (gebundenes AKD, kurz BAKD) bezeichnet wird. Genauer gesagt kann der Ersatz der Faser durch Stärke auch in zwei Teile unterteilt werden: UAKD und BAKD. Die getrennte Messung des UAKD- und BAKD-Gehalts im Papier soll zum besseren Verständnis des Leimungsmechanismus von AKD beitragen.




